Pressemitteilung: Nacktläufer von Freiburg erneut unschuldig verurteilt Eigener Fall


Gespostet von DPN ® (Peter,DPN), Aug 07,2003,00:10       Archive

Pressemitteilung

Nacktläufer von Freiburg akzeptiert Strafbefehl in Höhe von EUR 7.500,- wegen Vorwurfs des sexuellen Missbrauchs von Kindern, obwohl er subjektiv und objektiv unschuldig ist


Das Amtsgericht Freiburg hat am 1. 8. 03 gegen mich, den als "Nacktläufer von Freiburg" bekannt gewordenen Sexualtherapeuten und Gründer einer Bürgerinitiative mit dem Namen "Wald-FKK“, einen Strafbefehl über EUR 7.500,- erlassen. Ich werde diesen Strafbefehl akzeptieren, weil ich von einem Prozess, selbst für den Fall eines ("eigentlich“ zwingenden) Freispruchs, nichts erwarte, was die jetzt bereits eingetretene Rufschädigung mildern könnte (semper aliquid haeret).


Sexueller Missbrauch von Kindern ist ein Verbrechen. Man sollte aber nur für ein Verbrechen bestraft werden, das man auch wirklich begangen hat. Bei der Vorstellung, ein Kind zu quälen (und sei es durch sexuelle Zudringlichkeit), nur um mir evtl. sexuelle Befriedigung zu verschaffen, dreht sich mir jedenfalls der Magen um.

Wenn Ermittlungsbehörden und Gerichte nun aber die Grenze zu unbefangener Körperlichkeit und Freude an der Körperlichkeit mit Kindern verwischen und jede Balgerei in den Verdacht kommt, "sexueller Missbrauch" zu sein, weil man vielleicht ein Nachbarskind in den (nackten) Po gezwickt hat oder ihm einen Klaps auf den Po gegeben hat, dann laden Juristen, die derartige "Hysterie“ durch Ächtung solcher harmloser Interaktionen zwischen Erwachsenen und Kindern verstärken, selbst schwere Schuld auf sich: Nicht nur, dass dadurch im Laufe der Zeit die Unterscheidungsfähigkeit der Menschen bei Nennung dieses Begriffs "sexueller Missbrauch“ verloren geht und damit die Grausamkeit eines wirklichen sexuellen Missbrauchs in einer unerträglichen Weise verharmlost wird. Beinahe schlimmer noch ist der zu erwartende Effekt, dass die mit solchen grotesken Übertreibungen verbundene Hysterie bei Eltern und allen, die mit Kindern zu tun haben, zu einer allgemeinen Verunsicherung führt, bei der letztlich nur die Kinder Schaden nehmen können. Kein Vater wird es noch wagen, öffentlich mit seiner kleinen Tochter zärtlich zu sein, wenn so etwas weiter Schule macht.

Es gibt keine einzige Handlung, sei es die nackte Balgerei mit Nachbarskindern oder seien es Nacktfotos, die entstanden, weil diese Kindern sich gern nackt mit meiner Freundin fotografieren lassen wollten, zu der ich nicht uneingeschränkt stehe und stehen kann.

Gezeichnet

Dr. Peter Niehenke

P.S.: Dies ist der konsequente letzte Schritt in einer langen, langen Reihe von Intrigen der Freiburger (Justiz-) Behörden, mit dem Ziel, den unbequemen Bürgerrechtler endlich zum Schweigen zu bringen. Es ist gerade ein paar Wochen her, da versuchte die Freiburger Staatsanwaltschaft eine Behördenintrige zu vertuschen (eine vermeintliche Belastungszeugin wurde der Falschaussage überführt !!). Dieser "finale Rettungsschuss" jetzt gilt dem Initiator eines hoch brisanten Projekts im Internet, der Richterdatenbank (einer Webseite, auf der Richter mit ihren teilweise erbärmlichen Machwerken von Urteilsbegründungen öffentlich namentlich angeprangert werden), und er kommt keineswegs überraschend.

--modified by DPN at Sat, Aug 09, 2003, 18:07:53



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Re: Pressemitteilung: Nacktläufer von Freiburg erneut unschuldig verurteiilt

Re : Pressemitteilung: Nacktläufer von Freiburg erneut unschuldig verurteilt -- DPN
Gespostet von F. Lorenz ® , Aug 07,2003,02:38    Zum Beginn des Threads   Archive
>Ich werde diesen Strafbefehl akzeptieren, weil ich von einem Prozess, selbst für den Fall eines ("eigentlich? zwingenden) Freispruchs, nichts erwarte, was die jetzt bereits eingetretene Rufschädigung mildern könnte (semper aliquid haeret).

Würde ich auf keinen Fall machen. Zumindest meinen eigenen Erfahrungen nach.
Erstens habe ich festgestellt, das gerade den Personen der Justiz, die sich dafür vom Staat bezahlen lassen, geistig zu einer Bestätigung ihrer Handlungen verhilft und solche Verfolgungen daher permanent sachlich immer weiter fortgesetzt werden. (Juristen sind bedingt durch das Studium auf permanente Verfolgung und Sachlichkeit jahrelang dressiert worden. Das wirkt teilweise wie eine Gehirnwäsche oder wie bei Soldaten, die auf Befehl und Gehorsam dressiert sind). Und das mit einer unglaublichen Permanenz.
Selbst wenn man sich sagt, nun muß doch endlich mal gut sein. Diese Menschen müssen doch jetzt ihre innere Befriedigung erfahren haben. Nein, in der Regel wird das garnicht geschehen.

Ich habe immer den gleichen Richter Husmann als Beklagten hier am AG Minden. Der Schikaniert mich seit über 10 Jahren bis zum geht nicht mehr aufgrund eines Unrechts, das er mir gegenüber damals begangen hat, wobei ich als Prozeßpartei aber Recht hatte was ja nicht sein darf.

Jahrelang habe ich das kommentarlos über mich ergehen lassen auch, weil ich glaubte, daß er mich ja irgendwann genug geschädigt haben müsse, das sich das vielleicht ändert. Nein, es geht seit 10 Jahren vollkommen permanent gegen mich. Vor 2 Jahren habe ich angefangen mich dagegen zu wehren und mich über den Quatsch zu beschweren. Das hat zu folgendem geführt, das der noch mehr abgedreht ist aber so richtig, das der so grundgesetzwidrige Entscheidungen macht, die nur noch Schwachsinn sind und die letzte den äußeren Tatbestand der Rechtsbeugung erfüllt. Natürlich helfen alle seine Richterkollegen drumrum mit.
Wenn man sich also wehrt und das dann öffentlich macht (sich also beschwert), dann drehen die immer mehr ab und degradieren sich selbst irgendwann. Ansonsten geht es permanent in vollkommener Selbsverständlichkeit und Sachlickkeit immer weiter und alles zugestandene wird einem jahrelang vorgehalten werden.

Diese Erfahrung habe ich ständig gemacht:
Hätte ich mich beim LG Bielefeld bei Richter Althoff nicht zu Wort gemeldet, dann wäre es eine ganz normale schöne Verhandlung gewesen und es wäre nicht ans Licht gekkommen was Richter Althoff für ein fürchterlicher Kerl ist. Ich hatte dann nochmal ein Verfahren bei Richter Althoff wo die Böswilligkeit wieder rauskam, weil ich wieder eine Frage stellte:
http://justizirrtum.info/forum/posts/923.html

Nur wenn man sich wehrt und sich beschwert kommt die ganze Böswilligkeit zu Tage ansonsten geht alles seinen geregelten sachlichen Gang.

In der Regel wird man danach zig mal und ständig verteidigen müssen:
"obwohl er subjektiv und objektiv unschuldig ist"

"Da wird wohl was wahres dran sein, sonst hätte er ja nicht akzeptiert." Es kann sein, das einen das Jahrelang verfolgen wird.

Und die Intrigenten fühlen sich voll bestätigt.



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Der Nacktläufer hat vor einem Freiburger Gericht einfach keine Chance Eigener Fall

Re : Re: Pressemitteilung: Nacktläufer von Freiburg erneut unschuldig verurteiilt -- F. Lorenz
Gespostet von DPN ® (Peter,DPN), Aug 07,2003,12:30    Zum Beginn des Threads   Archive
>Ich werde diesen Strafbefehl akzeptieren, weil ich von einem Prozess, selbst für den Fall eines ("eigentlich? zwingenden) Freispruchs, nichts erwarte, was die jetzt bereits eingetretene Rufschädigung mildern könnte (semper aliquid haeret).

Würde ich auf keinen Fall machen. Zumindest meinen eigenen Erfahrungen nach.

Ich habe doch in 'Zwangsburg' überhaupt keine Chance.

Eine Person des öffentlichen Lebens kann bei einem Prozess, der den Vorwurf des sexuellen Missbrauchs von Kindern zum Gegenstand hat, nur verlieren, und das unabhängig davon, wie der Prozess ausgeht. Allein die Tatsache, dass ein solcher Verdacht öffentlich wird, dass ein solcher Vorwurf offiziell erhoben wird, hat, lange bevor der Prozess überhaupt beginnt, eine derart zerstörerische Wirkung für die soziale Integrität des Beschuldigten, dass auch ein Freispruch diese Zerstörung nicht heilen könnte, da in den Monaten oder vermutlich Jahren vor diesem Freispruch der gesellschaftliche Tod unausweichlich wäre. Es gibt dafür viele Beispiele.

Das weiß natürlich auch die Staatsanwaltschaft.

Die Staatsanwaltschaft ihrerseits war an einem Prozess auch gar nicht interessiert: Sie wusste sehr genau, dass sie nichts, aber auch wirklich gar nichts an belastendem Material in Händen hatte, mit dem sie einen Prozess hätte "überstehen" können. Aus einer Balgerei mit nackten Nachbarskindern, ein paar Nacktfotos, die entstanden, weil diese Kindern sich gern mit meiner Freundin nackt fotografieren lassen wollten, und der Falschaussage eines mehrfach vorbestraften Kriminellen, der (für welche Gegenleistung auch immer) bereit war auszusagen, er sei von 14 Jahren (!) von mir zu 'sexuellen Handlungen' verführt worden (was immer man darunter genau verstehen will), bastelten sie eine Geschichte, die jedenfalls Stoff für viele, viele Verdächtigungen geliefert hätte. Sie wussten sehr genau, dass auch ich alles tun musste, um einen öffentlichen Prozess zu vermeiden. Aber für ihre Interessen genügte eine Verurteilung (durch einen Strafbefehl). Ihre Hoffnung: Mit dem Makel einer Verurteilung wegen eines solchen Delikts muss ich für alle Zukunft Strafprozesse unbedingt vermeiden, da eine solche Vorstrafe anlässlich eines Strafprozesses verlesen und damit öffentlich werden würde.

So hofften denn beide, die Staatsanwaltschaft und der Nacktläufer, wenn auch aus sehr unterschiedlichen Motiven, dass diese ganze Sache nicht an die Öffentlichkeit gelangte.

Durch irgendeine undichte Stelle bei der Freiburger Staatsanwaltschaft gelangte sie jedoch an die Öffentlichkeit (eine Journalistin kannte den Inhalt des Strafbefehls mehrere Tage, bevor er überhaupt zugestellt war!). Ich selbst habe den Strafbefehl noch immer nicht vorliegen (er ist bei meinem Anwalt).

Erstens habe ich festgestellt, das gerade den Personen der Justiz, die sich dafür vom Staat bezahlen lassen, geistig zu einer Bestätigung ihrer Handlungen verhilft und solche Verfolgungen daher permanent sachlich immer weiter fortgesetzt werden. (Juristen sind bedingt durch das Studium auf permanente Verfolgung und Sachlichkeit jahrelang dressiert worden. Das wirkt teilweise wie eine Gehirnwäsche oder wie bei Soldaten, die auf Befehl und Gehorsam dressiert sind). Und das mit einer unglaublichen Permanenz.
Selbst wenn man sich sagt, nun muß doch endlich mal gut sein. Diese Menschen müssen doch jetzt ihre innere Befriedigung erfahren haben. Nein, in der Regel wird das garnicht geschehen.
Die Staatsanwaltschaft hat bei mir Freisprüche in der ersten Instanz nie akzeptiert (siehe Rachebedürfnisse der Zwangsburger Justizbehörden). Das bedeutet: Wenn ich mich auf einen Prozess einlasse, dann wird das Thema für viele Monate oder vielleicht sogar Jahre "auf der Tagesordnung bleiben", und das bei einem solchen Vorwurf. Das halte nicht einmal ich durch.
"Da wird wohl was wahres dran sein, sonst hätte er ja nicht akzeptiert." Es kann sein, das einen das Jahrelang verfolgen wird.
Es wird mich, mit oder ohne Prozess, nie wieder loslassen (semper aliquid haeret).

--modified by DPN at Thu, Aug 07, 2003, 14:16:46



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Re: Pressemitteilung: Nacktläufer von Freiburg erneut unschuldig verurteiilt

Re : Pressemitteilung: Nacktläufer von Freiburg erneut unschuldig verurteilt -- DPN
Gespostet von Alexander ® , Aug 07,2003,11:45    Zum Beginn des Threads   Archive
Das mit Kindern und Pädophilie nimmt schon krankhafte Züge an. Man setzt sich diesem Verdacht schon aus, wenn man ein Kind freundlich anlächelt, da schauen dann alle "komisch". Dass es in Ihrem Fall so gekommen ist, wundert mich nicht, obwohl ich Ihnen natürlich gern abnehme, dass es so ist, wie Sie es darstellen. Deshalb würde ich ja für eine viel härtere Bestrafung solcherartiger Verbrechen plädieren, eben auch um die Messlatte einer entsprechenden Beweisführung höher zu setzen. Es liegt vielleicht auch daran, dass es heute leider meist nur noch Freundlichkeit mit Hintergedanken gibt und deshalb darf man dann auch zu Kindern nicht ganz schlicht und einfach freundlich sein (weil eben Hintergedanken automatisch unterstellt werden), was aber eigentlich selbstverständlich sein sollte, nämlich dass Menschen kinderlieb sein sollten...

--modified by Alexander at Fri, Aug 08, 2003, 01:11:50



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Ute Köhler, Suttgarter Zeitung: Gehässigkeiten einer 'Journalistin' (endlich Rache!) Medienbericht

Re : Pressemitteilung: Nacktläufer von Freiburg erneut unschuldig verurteilt -- DPN
Gespostet von DPN ® (Peter,DPN), Aug 07,2003,12:04    Zum Beginn des Threads   Archive
Endlich können die verklemmten Idioten in diesem Lande Rache nehmen, so zumindest scheint es Ute Köhler von der Stuttgarter Zeitung zu sehen, (von der die Vermutung nicht ganz von der Hand zu weisen ist, dass sie zu diesen 17 % zählt). Siehe Link am Fuße des Artikels.

Es ist schon ziemlich widerlich, was sie da an Verleumdungen und Mutmaßungen zurecht gezimmert hat, um richtig Stimmung machen zu können.

Es ist ja noch der harmloseste Fehler, dass mein Nacktlaufen als "Erregung öffentlichen Ärgernisses" abgeurteilt worden wäre (man kann halt so viel Sachverstand von einer kleinen Journalistisch nicht erwarten, dass sie den Unterschied zwischen einer Ordnungswidrigkeit und einer Straftat kennt), was schwerer wiegt ist diese mehrfach eindeutig widerlegte alte Geschichte, ich hätte ein Foto ins Netz gestellt, auf dem ein kleiner Junge mir die Hose herunterziehe (und sie spinnt auch noch dazu, dies sei in einem Schwimmbad gewesen). So macht macht Stimmung. Kein Wort davon, dass es sich hier um ein Szenenfoto aus einem Beitrag von SAT1 handelt, siehe Fernsehsendungen mit dem Nacktläufer, dort kann man eines der Fotos sofort sehen), der übrigens zur Kinder-Fernsehzeit, nämlich 18.30 Uhr, ausgestrahlt wurde.

Richtig mies dann die Formulierung: "Und schließlich wurde ein Computer beschlagnahmt, von dem belastendes Material bereits gelöscht war." Das ist wirklich dämagogisch, denn die Tatsache, dass diese Leute unter Tausenden von Fotos halt keine "belastenden Fotos" gefunden haben, wird umgedeutet in: Belastendes Material wurde gelöscht. Wenn man hasst, dann gibt es keine Skrupel.

Tatsache ist: In der Hausdurchsuchung vor beinahe zwei Jahren, von der hier ausführlich berichtet wurde, wurde 100 Videokassetten, mehr als 100 Computer-CDs und mein Computer selbst beschlagnahmt. Doch man fand nichts, einfach nichts! Ich bekann die 100 Videokassetten und 100 CDs schließlich zurück, doch nach Monaten tauchte dann plötzlich ein (komerziell produziertes) Video auf, das bei mir gefunden worden sein soll, auf dem ein paar Jugendliche an einem Strand wichsen. Ich habe mir das Video von meinem Anwalt zeigen lassen und es war völlig klar: Dieses Video habe ich noch nie in meinem Leben gesehen. Ich will mal die Frage völlig beiseite lassen, wie dieses EINE EINZIGE Video (es waren ja 100 Kassetten beschlagnahmt und wieder zurück gegeben worden) wohl unter die Sachen gekommen sein mag, die bei mir gefunden worden sein sollen ...

Ich muss jetzt schließen (mehr später), denn es kommt gerade ein Fernsehteam zu einem Interview.

Peter

dazugehöriger link: Stuttgarter Zeitung: Nacktläufer unter schwerem Verdacht (Ute Köhlers Gerüchteküche)

--modified by DPN at Thu, Aug 07, 2003, 12:48:36



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Re: Pressemitteilung: Nacktläufer von Freiburg erneut unschuldig verurteiilt

Re : Pressemitteilung: Nacktläufer von Freiburg erneut unschuldig verurteilt -- DPN
Gespostet von Kreuter Juergen ® , Aug 07,2003,17:15    Zum Beginn des Threads   Archive
Sehr geehrter Herr Niehenke!

Es hat mittlerweile mehr als genug Verfahren gegeben, auch Kindesmissbrauch, in denen sich die Staatsanwaltschaft nachweislich geirrt hat. Insofern sind die Meinungen schon geteilt.

Öffentlichkeit? Was ist das? Wie jeder weiß, haben Wähler ein äußerstes Kurzzeitgedächtnis! Sofern also entsprechende Berichte überhaupt zur Kenntnis genommen werden, sind sie nach kurzer Zeit ohnehin vergessen.

Da es bereits an die Öffentlichkeit gekommen ist, spielt ein Verfahren keine Rolle mehr. Auch wenn es ein kritische Thema ist, sind die Deutschen noch nicht ganz soweit wie unsere amerikanischen "Freunde".

Sehen Sie sich mal die Seite Bamberg.tv an. Auf der Seite berichtet ein Mann der zehn Jahre auf der Fluch war. Er ist seiner Meinung nach zu Unrecht wegen Vergewaltigung verurteilt worden. Er macht jetzt der Justiz die Hölle heiß, da es mehrere Widersprüche gibt.

Sollten die Vorwürfe auf keinen Fall haltbar sein, würde ich die Angelegenheit auf jeden Fall durchfechten, notfalls bis zum letzten Atemzug!

MfG

Jürgen Kreuter



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Re: Pressemitteilung: Nacktläufer von Freiburg erneut unschuldig verurteiilt

Re : Re: Pressemitteilung: Nacktläufer von Freiburg erneut unschuldig verurteiilt -- Kreuter Juergen
Gespostet von Alexander ® , Aug 07,2003,17:23    Zum Beginn des Threads   Archive
Ich kann dem nur zustimmen, denn die Wahrheit hat oft seltsame Wege, aber auf Dauer kommt sie doch raus, vor allem, wenn man eben etwas tut.


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Re: Pressemitteilung: Nacktläufer von Freiburg erneut unschuldig verurteiilt

Re : Re: Pressemitteilung: Nacktläufer von Freiburg erneut unschuldig verurteiilt -- Kreuter Juergen
Gespostet von DPN ® (Peter,DPN), Aug 08,2003,01:13    Zum Beginn des Threads   Archive
Hallo Herr Kreuter
Sollten die Vorwürfe auf keinen Fall haltbar sein, würde ich die Angelegenheit auf jeden Fall durchfechten, notfalls bis zum letzten Atemzug!
Aber das macht doch nur Sinn, wenn man Grund hat, den Gerichten zu vertrauen (die sich dann ja dieses Falles annehmen). Aber wenn Sie sich anschauen, was ich in Zwangsburg schon alles erlebt habe (durch einen "Zufall" konnte dann mal eine sog. "Belastungszeugin" der Falschaussage überführt werden!!), wo soll ich denn dieses Vertrauen her nehmen?

Peter Niehenke



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öffentliches Verfahren als Chance sehen, nicht als Last!

Re : Re: Pressemitteilung: Nacktläufer von Freiburg erneut unschuldig verurteiilt -- DPN
Gespostet von Kreuter Juergen ® , Aug 09,2003,19:39    Zum Beginn des Threads   Archive
Sehr geehrter Herr Niehenke,

das ist eine gute Frage.

Woher Sie das Vertrauen nehmen sollen, kann ich Ihnen leider nicht sagen. Ich verliere nicht jedes Verfahren. Vom Standpunkt der Unabhängigkeit her gesehen und des Hasses der auf Seiten der Justiz gegen den Verfasser herrscht müßte und könnte jedoch jedes Verfahren verloren gehen. Einer Analyse zufolge waren einige Verfahren jedoch derart absurd, dass ein Prozessverlust auch nicht herzuschreiben gewesen wäre.

Sie führen selbst aus, dass die StA ein öffentliches Verfahren fürchtet. Die StA selbst siedelt es im untersten Bereich an. Damit sind wir im politischen Bereich angekommen. Insofern wäre eine Entscheidung ohnehin von fundamentaler Bedeutung. Sie führen selbst aus:



Wenn Ermittlungsbehörden und Gerichte nun aber die Grenze zu unbefangener Körperlichkeit und Freude an der Körperlichkeit mit Kindern verwischen und jede Balgerei in den Verdacht kommt, "sexueller Missbrauch" zu sein, weil man vielleicht ein Nachbarskind in den (nackten) Po gezwickt hat oder ihm einen Klaps auf den Po gegeben hat, dann laden Juristen, die derartige "Hysterie“ durch Ächtung solcher harmloser Interaktionen zwischen Erwachsenen und Kindern verstärken, selbst schwere Schuld auf sich:

Wie absurd würde dann ein Urteil erscheinen? Müßte dann nicht "jeder" alte Kinderbilder vernichten, weil er sonst willkürlich des Kindesmissbrauches bezichtigt werden könnte? Zieht ein fehlender Prozess bzw. fehlende Klärung nicht weitere Fälle nach sich indem sich andere StAen bemüßigt fühlen könnten, willkürlich nach alten Fotos zu suchen um andere Kritiker weiter einzuschüchtern? Muss man in Zukunft damit nicht nur fürchten plötzlich als Rassist bezeichnet zu werden, sondern und / oder als Kindesmißbraucher!

Wollen die Deutschen ein "Amerika" im Miniformat? Einen Scalia bitte!

Ich sehe daher einen erheblichen Unterschied jemanden wegen einer Ordnungswidrigkeit zu verfolgen oder ob dies unter dem "Missbrauch" des Kindesmissbrauches geschieht. Sie haben nun Publicity, wenn auch eine negative. Sie haben ein paar sehr gute Argumente, ein paar sehr gute Beweise und schon sehr viel erreicht, was Sie ohne weiteres in einem öffentlichen Verfahren in die Waagschale werfen können. Allerdings sollten Sie dabei bei einer objektiven Sichtweise bleiben.

Sie haben Angst vor der Öffentlichkeit! Es gibt keine Öffentlichkeit, es gibt nur Medien, die vorgeben die Öffentlichkeit zu sein. Gäbe es eine Öffentlichkeit müßten und würden jeden Tag Hundertausende marschieren um vielerlei Dingen Einhalt zu gebieten. Die Öffentlichkeit läßt sich doch lieber das Hirn bei 40 Grad in der Sonne braten und schaut Bikinischönheiten hinterher. In meinem Bekanntenkreis sind Sie absolut unbekannt! Würde ich heute abend tausend Leute fragen, würde Sie vielleicht einer kennen. Selbst wenn Sie durch die Medien geschleift werden würden, käme ich vielleicht auf 10 Prozent.

Eine Prognosse bzgl. dem zu erwartenden Schaden, wenn Sie ein öffentliches Verfahren durchziehen, kann ich nicht abgeben. Ich gehe davon aus, dass es von allein schlimmer kommen wird. Es werden noch viele Mittel gestrichen werden. Ferner bliebe noch die Möglichkeit eines Umzuges innerhalb Deutschlands oder ins Ausland. Es gibt Sozialhilfeempfänger auf Mallorca. Es gibt wesentlich billigere Länder in denen es sich vorzüglich mit 500 € monatlich leben läßt.

Ich würde daher ein öffentliches Verfahren als Chance sehen, nicht als Last.

--modified by Kreuter Juergen at Sat, Aug 09, 2003, 19:59:29

--modified by Kreuter Juergen at Sat, Aug 09, 2003, 20:01:40



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Re: Pressemitteilung: Nacktläufer von Freiburg erneut unschuldig verurteiilt

Re : öffentliches Verfahren als Chance sehen, nicht als Last! -- Kreuter Juergen
Gespostet von Rainer Hoffmann ® , Aug 10,2003,10:24    Zum Beginn des Threads   Archive
Ich würde ebenfalls auf keinen Fall den Strafbefehl akzeptieren...
Wenn Sie den Strafbefehl akzeptieren, erkennen Sie an, dass Sie ein "kind missbraucht" haben...im juristischen Sinne...

Sie haben kein Kind missbraucht, dann müssen Sie sich auch dagegen wehren...

Man wird IHnen später auch einen STrick daraus drehen, dass Sie diesen Strafbefehl akzeptiert haben und somit "verurteilt" wurden, ein Kind missbraucht zu haben...

Ihre Begründungen von Heute (Misstrauen in der Justiz, Hass der Justiz) wird dann niemanden interessieren, da Sie keinen "Einspruch" gegen den Strafbefehl eingelegt haben...

Ich würde ebenfalls "kämpfen" und wenn es das letzte ist, was ich tue...

Gruss
Rainer Hoffmann



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Re: Pressemitteilung: Nacktläufer von Freiburg erneut unschuldig verurteiilt

Re : Re: Pressemitteilung: Nacktläufer von Freiburg erneut unschuldig verurteiilt -- Rainer Hoffmann
Gespostet von Alexander ® , Aug 10,2003,10:43    Zum Beginn des Threads   Archive
So wie ich es verstanden habe, hat sich DPN strafbar gemacht, weil er eben Nacktphotos von Kindern gemacht hat. Man geht halt davon aus, dass ein jeder der so etwas macht dies eben tut um Kinder zu missbrauchen, sei es dass er sich selbst daran "aufgeilen" will, oder diese an andere veräußert. Letztendlich müsste die entscheidende Frage sein ob eins von beidem bei DPN zutrifft. Da das aber sehr schwer ist nachzuweisen, hat der "Gesetzgeber" wohl einfach ALLES Nacktfotografieren von Kindern verboten und jeder der es eben tut macht sich dann strafbar. Dazu kann man stehen wie man will und insofern ist ja an der Sache auch nicht viel zu drehen, denn DPN hat ja die Tat, nämlich das Fotografieren bereits gestanden - hätte auch wenig Sinn gemacht es nicht zu tun?
Ich hoffe ich sehe das so richtig?


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Richtig ist, sexuelle Gewalt gegen Kinder darf nie (wieder) verharmlost werden Eigener Fall

Re : Re: Pressemitteilung: Nacktläufer von Freiburg erneut unschuldig verurteiilt -- Alexander
Gespostet von DPN ® (Peter,DPN), Aug 10,2003,13:43    Zum Beginn des Threads   Archive
Hallo Alexander

Es ist, wie auch beim Nacktlaufen, eine Frage der "Auslegung". Beim Nacktlaufen sage ich, dass mein Verständnis des Gesetzes keinerlei Handhabe bietet, mich zu verurteilen, wenn ich in der Öffentlichkeit nackt auftrete. Das sehen die Richter anders (zu Unrecht!). In diesem Fall ist es ähnlich (es ist, wenn man so will, wieder solch ein "Grenzfall"): Wenn ein erwachsener Mann nackt mit (fremden) Kindern herumbalgt, dann geht man dabei davon aus, dass das eine "sexuell motivierte Handlung" sei, wenn aus den Umständen nicht ersichtlich ist (etwa: Erzieher geht mit Kindern aus dem Kindergarten ins Schwimmbad), dass diese Handlung anders motiviert sein könnte. Die Hausdurchsuchung war explizit damit begründet worden, dass es "kinderpornografisches Material" aufzufinden und ggf. zu beschlagnahmen gebe. Für diesen Teil des Vorwurfs waren die Fotos verantwortlich, die gemacht zu haben ich ja auch gar nicht in Abrede stelle (nur wurden sie natürlich nicht gefunden, weil sie eben immer gelöscht worden waren, wenn die Kinder ihren Spaß damit gehabt haben, siehe auch * unten). Auch hier ist wieder entscheidend die Auslegung: Wenn ich Maler wäre und hätte meine Freundin, zusammen mit einem nackten Kind oder mehreren nackten Kindern, gemalt, dann wäre es schwieriger gewesen (wenn auch noch immer möglich), mir daraus "einen Strick zu drehen".

Was hier wirkt, ist die unglaubliche Macht des Begriffs "sexueller Missbrauch". Der Staatsanwalt sagte in dem Interview für FR-TV, das Wort sei unglücklich, aber so heiße der Paragraph nun einmal. Er würde es vorziehen, von "sexuell intendierten Handlungen" zu sprechen.

Das Wort "sexueller Missbrauch" hat eine geradezu (schwarz-) magische Kraft, viele Leute achten überhaupt nicht mehr darauf, was wirklich geschehen ist: Sie sind "hypnotisiert" von diesem Begriff.

Das Problem in diesem Fall ist: Einerseits darf es nie wieder passieren, dass sexuelle Gewalt gegen Kinder (selbstverständlich auch die psychische Form davon) jemals wieder verharmlost wird. Dazu war es notwendig, das Bewusstsein der Öffentlichkeit darauf zu lenken. Man muss aber darauf achten, dass man im Zuge dieser Sensibilisierung nicht "den Teufel mit dem Beelzebub austreibt" und die Interaktion zwischen Kindern und Erwachsenen vegiftet. Ich erhalte Anrufe von Freunden und Bekannten, die sehr verunsichert werden durch diesen Strafbefehl gegen mich. Sie wissen nicht mehr wirklich sicher, wie sie sich vor "Verdächtigungen" schützen können, wenn sie offen und öffentlich Spaß an Körperkontakt mit Kindern (vor allem natürlich Kindern von Bekannten oder Verwandten, also nicht den eigenen Kindern) demonstrieren. Jeder "falsche Griff" (etwa an den Po) könnte falsch ausgelegt werden. ich beobachte Männer, die Kinder, die sie auf den Arm nehmen, völlig "unnatürlich" halten! Natürlicherweise stützt man, wenn man ein Kind auf den Arm nimmt, das Gewicht, indem man das Kind am Po auf seiner Hand bzw. seinem Unterarm trägt. Diese Männer umklammern das Kind völlig steif am Oberkörper, ohne Stütze von unten, um nur ja den Po nicht zu berühren. Es ist völlig pervers, zu welchen Folgen soetwas führen kann.

Dr. Peter Niehenke

*) Die Kinder haben natürlich nicht nur "Nacktfotos" gemacht/gewollt. Es gibt bestimmt beinahe 100 Fotos, auf denen sie "als Supermann" oder bei irgendwelchen "Kunststückchen" oder in allen möglichen albernen Posen fotografiert werden wollten und diese Fotos dann mit in die Schule nahmen, um sie Freunden zu zeigen. Sie haben halt mein technische Equipment ausgenutzt, haben sich als "Sänger" probiert und Cassetten "besungen", haben sich von mir ein "Cover" für die Cassette drucken lassen etc. etc. Ich stand ja wegen meiner Kontakte zu diesen Kindern für Jahre "unter Beobachtung". Das war mir ja durchaus bewusst. Meine Webcam, die ich damals installiert hatte, sandte ja auch alle 30 Sekunden von allem, was immer bei mir passierte, ein Bild "in die Welt hinaus", das jeder anklicken und anschauen konnte (dadurch fühlte ich mich ein wenig "sicher" vor falschen Anschuldigungen).

--modified by DPN at Sun, Aug 10, 2003, 18:28:33



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Re: Pressemitteilung: Nacktläufer von Freiburg erneut unschuldig verurteiilt

Re : Re: Pressemitteilung: Nacktläufer von Freiburg erneut unschuldig verurteiilt -- Rainer Hoffmann
Gespostet von Weiss ® , Aug 23,2003,22:04    Zum Beginn des Threads   Archive
Ich auch- bis zur letzten Patrone
Weiss/ Halle


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Auch ich bin damit nicht einverstanden...

Re : Pressemitteilung: Nacktläufer von Freiburg erneut unschuldig verurteilt -- DPN
Gespostet von Peter Dobrovka ® , Aug 11,2003,09:12    Zum Beginn des Threads   Archive
Vorneweg: Das Fotografieren nackter Kinder ist nicht strafbar bzw. fällt nicht unter "Kindesmißbrauch". Der diesbezügliche Paragraph spricht da (was selten genug ist) eine eindeutige Sprache. Daran gibt es nichts zu interpretieren. Punkt.

Es ist natürlich eine andere Frage, warum du dich immer wieder in solche Grenzbereiche begeben mußt, wo insbesondere juristische Laien (= die Öffentlichkeit) ein etwas scheeles Bild von dir bekommen. Siehe das Nacktlaufen.

Man kann natürlich Idealist sein, und solche Dinge machen, um zu provozieren. Um der Öffentlichkeit zu demonstrieren, wie wenig liberal, demokratisch und gerecht unser ach so hochgepriesener freiheitlich-liberaler Rechtsstaat ist. Daß Denunziation, Kumpelei und Rechtsbeugung an der Tagesordnung sind. - Aber da du ja diesen Fall explizit nicht in der Öffentlichkeit behandelt sehen willst, um nicht "vernichtet" zu werden, fällt das weg.
Was bleibt übrig? Unüberlegtheit? Unbewußter Trotz, den man später bereut?

Wenn ich weiß, daß geblitzt wird, dann fahre ich nicht zu schnell.

Wenn gerade Terroristenalarm auf dem Flughafen ist, vergesse ich nicht, vor dem Metalldetektor mein Handy aus der Brusttasche zu nehmen.

Wenn ich schon im Visier von Antipädophilen Irren und verklemmten Richtern bin, fotografiere ich keine nackten Kinder.

Nun, wo das Kind in den Brunnen gefallen ist, ist es schwierig, dazu noch etwas Konstruktives zu sagen. Außer, daß ich an deiner Stelle diesen Strafbefehl nicht akzeptiert hätte, allerhöchstens unter Androhung körperlicher Gewalt.

Ich persönlich bin der Meinung, daß ein verlorener Prozeß weniger Schaden anrichtet als das Akzeptieren einer Strafe. Letzteres kommt einem Geständnis gleich, während man bei ersterem immer die Möglichkeit hat, auf die Justiz zu schimpfen und den Sachverhalt zu demontieren.

Das Problem einer "garnierten" Selbstdarstellungs-Seite sehe ich nicht. Es ist halt so, daß wenn einer auf dem Kieker ist, er immer wieder Zoff kriegt.

Wobei dieser Zoff - auch wenn er unrechtmäßig sein sollte - vermeidbar gewesen wäre.

Peter Dobrovka



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Re: Auch ich bin damit nicht einverstanden...

Re : Auch ich bin damit nicht einverstanden... -- Peter Dobrovka
Gespostet von DPN ® (Peter,DPN), Aug 11,2003,09:52    Zum Beginn des Threads   Archive
Hallo Peter

Nur kurz, da ich sehr im Moment sehr wenig Zeit habe.

Es ist natürlich eine andere Frage, warum du dich immer wieder in solche Grenzbereiche begeben mußt, wo insbesondere juristische Laien (= die Öffentlichkeit) ein etwas scheeles Bild von dir bekommen. Siehe das Nacktlaufen.

Du vergisst, dass ich aufgrund meiner Erlebnisse mit der Justiz in der Nacktläufer-Affäre in der Verein gegen Rechtsmissbrauch eingetreten bin und dann das Beschwerdezentrum gründete, als mir deutlich wurde, dass das mir widerfahrene Unrecht ja nur "die Spitze eines Eisbergs" darstellt. Zuerst war das Nacktlaufen und dann das Beschwerdezentrum. Ohne Nacktlaufen gäbe es das Beschwerdezentrum gar nicht.

ch persönlich bin der Meinung, daß ein verlorener Prozeß weniger Schaden anrichtet als das Akzeptieren einer Strafe. Letzteres kommt einem Geständnis gleich, während man bei ersterem immer die Möglichkeit hat, auf die Justiz zu schimpfen und den Sachverhalt zu demontieren.

Ihr habt es alle sehr mit "beschädigtem Ruf" und "beschädigtem Ansehen". Es geht hier nicht um Symbolik (das Akzeptieren "kommt einem Eingeständnis gleich"). Ob man einen Strafbefehl akzeptiert oder nicht, ist ein Abwägungsprozess, bei dem nicht nur die Frage eine Rolle zu spielen hat, ob man unschuldig ist oder nicht. Das ist puristischer Blödsinn. Es geht darum, was es bedeutet, sich auf einen solchen monatelangen Prozess einzulassen!

Peter



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Re: Auch ich bin damit nicht einverstanden...

Re : Auch ich bin damit nicht einverstanden... -- Peter Dobrovka
Gespostet von Alexander ® , Aug 11,2003,11:20    Zum Beginn des Threads   Archive
Vorneweg: Das Fotografieren nackter Kinder ist nicht strafbar bzw. fällt nicht unter "Kindesmißbrauch". Der diesbezügliche Paragraph spricht da (was selten genug ist) eine eindeutige Sprache. Daran gibt es nichts zu interpretieren. Punkt.

Dem kann ich persönlich wieder nicht folgen. Stellen Sie sich als Elternteil vor irgendein Wildfremder macht sich mit Süßigkeiten an Ihre Kinder ran und bringt sie dazu sich nackt fotografieren zu lassen?
Auch wenn DPN sich dabei nicht Böses gedacht haben mag, so würde das in obiger Darstellung mein Rechtsempfinden doch sehr verletzen. Insofern ist meiner Meinung DPN ein Fehler unterlaufen, auch wenn ich ihm glaube, dass es tatsächlich Naivität war. Es ist dann aber auch OK, wenn er den Strafbefehl akzeptiert. Es war ja auch tatsächlich ein Elternteil, welches die Anzeige (mit)erstattet hat?



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Re : Re: Auch ich bin damit nicht einverstanden... -- Alexander
Gespostet von Kreuter Juergen ® , Aug 11,2003,13:44    Zum Beginn des Threads   Archive
Ein Kind mit Süßigkeiten dazu zu bewegen sich auszuziehen wäre bei der Wertung, ein Striptease ist eine sexuelle Handlung, sehr wohl sexueller Missbrauch. Das Fotografieren eine Verletzung des Persönlichkeitsrechts.

Anders liegt der Fall, wenn jemand den einzigen und schönsten Swimmingpool in der Umgebung hat. Sich alle Kinder der Nachbarschaft in dessen Garten tummeln und sich teilweise freiwillig ihrer Kleider entledigen. Das wäre keine Straftat.

Es würde möglicherweise zu einer Straftat, wenn eines der Kinder gleich oder später behaupten würde, dass sie den Pool nur dann benützen hätten dürfen, wenn sie sich nackt ausziehen.

In letzter Konsequenz wäre es demnach zur eigenen Sicherheit von Vorteil für eine große Öffentlichkeit zu sorgen, Eltern einladen usw. oder noch besser / sicherer den Pool für alle Kinder zu sperren.

Das Beste ist fremde Kinder und auch eigene Kinder zu vermeiden um NIEMANDEN auch nur den Hauch einer Chance einzuräumen sie des sexuellen Missbrauches anzuklagen.

Das ist zwar krank wie das Scheidungsrecht, aber wohl die Zukunft.



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Re: ....

Re : .... -- Kreuter Juergen
Gespostet von Alexander ® , Aug 11,2003,14:21    Zum Beginn des Threads   Archive
Also vieles pädophile Bildmaterial wird wohl beispielsweise von FKK Stränden stammen, sehr wahrscheinlich heimlich aufgenommen. Wie soll man das nun bewerten, bzw. wie geht man damit um?
Man müsste sich ja in jedem einzelnen Fall in die Seele des Fotografen "beamen" können, um zu wissen, was er sich dabei gedacht und gefühlt hat? Weil das eben unmöglich ist und digitale Bilder ja in Windeseile wer weiß wohin verschwinden können, ist es doch erst mal OK, wenn die Sache möglichst eng ausgelegt wird, eben um Kinder zu schützen, denn solche Bilder können ja auch motivierend auf potenzielle Täter wirken.


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Re: ....

Re : Re: .... -- Alexander
Gespostet von Peter Dobrovka ® , Aug 11,2003,15:08    Zum Beginn des Threads   Archive
Das wird jetzt alles zunehmend weit hergeholt.
Interessant ist doch nicht die Seele des Täters, sondern, was dem Kind widerfährt.

Ich könnte mich dem durchaus anschließen, daß ein "Striptease" um seiner selbst willen eine Form der sexuellen Handlung ist, denn das Kind dürfte sich schon seine Gedanken darüber machen, was eigentlich so toll daran sein soll, sich auszuziehen, und damit verändert sich was in ihm, und sei es auch nur, daß im Gehirn "Ausziehen" mit "Belohnung" verknüpft wird.

Wer Kinder heimlich am FKK-Strand filmt, macht sich nicht nach den Kindesmißbrauch-Paragraphen strafbar. Man kann natürlich einwenden, daß dies eine Verletzung am persönlichen Bildnis darstellt bzw. sittenwidrig ist, aber viel läßt sich daraus nicht konstruieren.

Man kann hier eventuell Ordnungswidrigkeiten draus machen. Zu schnell Fahren ist ja auch kein Verbrechen und der Grund, warum es verboten ist, der, um Unfälle zu vermeiden. Dennoch läßt es die Polizei nicht gelten, daß man es sich zutraut, 180 km/h in der 30er Zone zu fahren, weil man ja noch nie einen Unfall hatte. So ähnlich würde ich das auch bei heimlichen FKK-Filmaufnahmen ansehen.



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Re: ....

Re : Re: .... -- Peter Dobrovka
Gespostet von Alexander ® , Aug 11,2003,18:30    Zum Beginn des Threads   Archive
Ich raff diesen Irrsinn jetzt wirklich nicht mehr. Jetzt stellen sie sich vor sie hätten ein Kind, Sohn oder Tochter - egal und stoßen zufällig auf eine Pädophilen-Internet-Seite wo heimlich gemachte Aufnahmen Ihrer Kinder feil geboten werden. Da werden doch die Kinder auch gefährdet, insbesondere, wenn sie von irgendeinem Pädophilen in der Umgebung erkannt werden - der könnte sich doch durch die Aufnahmen stimuliert fühlen? Insofern verstehe ich den Vater, der DPN verklagt hat, wenn DPN die Eltern nicht mal vorher um Erlaubnis nachgefragt haben sollte - hat er ja wohl auch nicht?
Psychopathen gibt es genug auf der Welt und ich persönlich würde es auch niemals dulden, dass heimlich Nacktaufnahmen von meinen Kindern gemacht werden. Ob es nun schlimmer für ein Kind ist in die Hände eines Pädophilen oder eines Psychiaters zu geraten, sei dahingestellt - ich "vermute" mal zweites wird noch schlimmer sein.

--modified by Alexander at Mon, Aug 11, 2003, 19:01:09



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Re: ....

Re : Re: .... -- Alexander
Gespostet von Peter Dobrovka ® , Aug 11,2003,20:38    Zum Beginn des Threads   Archive
Ich habe Kinder, und die Vorstellung, daß mit ihnen etwas passiert, ist gräßlich.

Das ändert aber nichts daran, daß es juristisch belanglos ist, was eine Handlung EVENTUELL für Konsequenzen haben KÖNNTE. - Außer, die Tat wird ausdrücklich unter Strafe gestellt.

Und im Großen und Ganzen ist das auch irgendwo nicht verkehrt. Wenn ich daran denke, was man da alles an "Fällen" konstruieren könnte und würde...



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Re: ....

Re : Re: .... -- Peter Dobrovka
Gespostet von Alexander ® , Aug 11,2003,22:49    Zum Beginn des Threads   Archive
Was heißt hier konstruieren? Ich meine - was soll der Sinn des Fotografierens denn sein? Man kann ein Foto als familiäres Urlaubsandenken vom FKK Strand machen. Nur was sollte ein Fremder denn für ein Motiv haben ein Nacktfoto von meinem Kind zu machen? Mit diesen neuen Fotohandys wird das Problem ja noch gravierender und da wird es dann wohl Gesetzesverschärfungen geben müssen. Aber dass man Jedermann/frau überall (außer in der eigenen Wohnung hoffentlich) einfach so heimlich fotografieren darf? Da verstehe ich dann wiederum die ausrastenden Prommis. Wird dann wohl jeder selbst Schuld sein, wenn er auf den FKK Strand geht? Insofern wäre es doch eher im Sinne der FKKler ihrerseits auf Gesetzesverschärfungen zu drängen? Alles ein bisschen paradox würd ich sagen...

--modified by Alexander at Tue, Aug 12, 2003, 12:28:08



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Re: ....

Re : Re: .... -- Alexander
Gespostet von Peter Dobrovka ® , Aug 12,2003,00:06    Zum Beginn des Threads   Archive
>Nur was sollte ein Fremder denn für ein Motiv haben ein Nacktfoto von
>meinem Kind zu machen?

Mit hoher Wahrscheinlichkeit kein "salonfähiges" Motiv, das ist schon klar. Wenngleich auch die winzigkleine Möglichkeit besteht, daß es ihm um etwas ganz anderes geht, als die Bilder zu verkaufen oder selbst als Wichsvorlage zu benutzen.

Aber wie gesagt, kann man nicht gleich Bestrafung fordern, nur weil es einem nicht paßt, was gemacht wird. Und das Foto allein ist nun mal kein Kindesmißbrauch im Sinne des Gesetzes. Höchstens Verletzung des Rechtes am eigenen Bildnis oder wie das heißt (hab jetzt weder Zeit noch Lust, das nachzuschlagen).



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Re: ....

Re : Re: .... -- Alexander
Gespostet von DPN ® (Peter,DPN), Aug 11,2003,23:37    Zum Beginn des Threads   Archive
nsofern verstehe ich den Vater, der DPN verklagt hat, wenn DPN die Eltern nicht mal vorher um Erlaubnis nachgefragt haben sollte - hat er ja wohl auch nicht?

Wenn, wie in meinem Fall, die Fotos gemacht werden, weil die Kinder es lustig finden (übrigens: in den etwa drei Jahren, die die Kinder bei mir verkehrt haben, ein einziges Mal, weil meine Freundin in Freiburg zu den "Zwangsburger Aktionswochen" war und alles recht "chaotisch" ablief wegen der großen Medien-Resonanz), angeschaut und dann auch wieder gelöscht werden, geht davon sicher keine Gefahr aus. Es gibt viele Dinge, die sind nur so lange unproblematisch, wie sie nicht "an die Öffentlichkeit gezerrt" werden.

Wir befinden uns bei diesem Thema auf "vermintem Gebiet". Das ist ja der Grund für meine Entscheidung. - Ich verstehe viele der Ängste sehr gut. Aber Augenmaß ist gefragt, dringend.




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Re: ....

Re : Re: .... -- DPN
Gespostet von Alexander ® , Aug 12,2003,00:04    Zum Beginn des Threads   Archive
Hier geht es halt letztlich um Vertrauensfragen und da kein Vertrauensverhältnis zu dem aktiv gewordenen Vater bestand, ist es halt so "dumm" gelaufen. Ich persönlich habe mit Ihrer Entscheidung gar kein Problem. Auch unterstelle ich Ihnen keine böse Absicht, man muss aber eben beide Seiten verstehen und da ist Ihnen halt ein teurer Fehler unterlaufen - ist aber auch menschlich...


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Minen

Re : Re: .... -- DPN
Gespostet von Peter Dobrovka ® , Aug 12,2003,00:12    Zum Beginn des Threads   Archive
>Wir befinden uns bei diesem Thema auf "vermintem Gebiet".

Wie wahr, wie wahr.
Ich glaube, es ist sogar noch verminter, als das Feld des Antisemitismus.

In beiden Themenbereichen ist eine Diskussion auf sachlicher Ebene extrem gefährlich, weil es von Personen wimmelt, die wie der Pawlowsche Hund auf bestimmte Reize reagieren und erwarten, daß alle anderen Hunde sofort und bedingungslos mitsabbern. Wer das nicht tut oder auch nur zögert, wird gebissen.



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Re: ....

Re : Re: .... -- Peter Dobrovka
Gespostet von Kreuter Juergen ® , Aug 11,2003,18:46    Zum Beginn des Threads   Archive
Kann sein, dass es weit hergeholt ist! Allerdings interessiert politisch und juristisch Verantwortliche das Befinden der Beteiligten oft überhaupt nicht bzw. sie suchen IHREN EIGENEN VORTEIL oder den ihrer FREUNDE!

Ob eine Straftat verfolgt wird unterliegt der Wertung eines Staatsanwaltes! Da niemand im voraus sagen kann, wie es von einem StA gewertet wird, entsteht bereits eine diffuse Rechtsunsicherheit. Dies äußert sich z.B. auf die Frage, kann man für eine Erste- oder Nothilfe haftbar gemacht werden, in der Antwort: "In der Regel nicht".

In diesem Fall sehen sich Niehenke und dessen Anwalt ihn als unschuldig, die Staatsanwalschaft sieht es an der untersten Stufe! Da ein Verfahren wegen sexuellen Missbrauches in der Öffentlichkeit den gesellschaftlichen Tod herbeiführen kann Der Trojaner ist schuld reicht eine extreme aber immer noch juritstische VERTRTBARE Wertung eines Staatsanwaltes aus um sie unter enormen Druck zu setzen. Selbst wenn es zu 99 % zu einem Freispruch führen würde und dies ALLE wissen.

Diese "gefühlte" und in zahlreichen Bereichen vorhandene Rechtsunsicherheit führt zu den Effekten wie Sie von Hr. Niehenke beschrieben werden. Was geht, was geht nicht? Niemand weiß es genau! Auch in anderen Bereichen trifft dies zu! Gerichtsverfahren sind in vielen Fällen zur Lotterie verkommen und die Juristen wissen es!

MfG

Jürgen Kreuter



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