Fraudulent Redressal: Behördliche 'Nicht-Bearbeitungs-Strategien' - Eine Systematik
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Gepostet von: Redaktion ®

12/20/2006, 18:43:46

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"Fraudulent Redressal" (Vortäuschen korrekter Rechtsmittelbearbeitung)


Dieses Phänomen bedeutet in deutscher Sprache die Vortäuschung der
rechtlichen Überprüfung. Innerhalb dieses Begriffs wird die Justiz als
Bestandteil der Aufsicht betrachtet, weil die Unterlassung der
Täterverfolgung auch eine wichtige Form der vorgetäuschten Aufsicht
bedeutet.

Fraudulent Redressal ist in den meisten seiner
Formen leicht durchschaubar. Die Täter haben demzufolge nichts dagegen,
ihre Unkorrektheit in der Öffentlichkeit erkennbar zu machen. Eine
solche Unempfindlichkeit weist auf eine zu erwartende Deckung des
Mißbrauchs seitens der höheren Stellen hin. Aus diesem Grunde kann FR
als Früherkennung einer durchaus unregelmäßigen Verwaltung von unten
nach oben dienen. Es muß daher einleuchten, daß die Weiterverfolgung
einer unkorrekt behandelten Beschwerde bei sämtlichen Instanzen sehr
wichtig ist - auch falls die weitere Vertuschung von vornherein
absehbar wäre.

Eben die leichte Durchschaubarkeit der
Täuschungen bedeutet gleichzeitig die Mißachtung des Beschwerdeführers
und/oder der Allgemeinheit insgesamt. Dies ist eine ernsthafte
Bedrohung der Demokratie.

In der Vergangenheit war nur eine sehr
begrenzte Öffentlichkeit für solche Mißstände möglich. Das Weltnetz
bietet inzwischen mit Foren, Blogs sowie Netzseiten eine wesentliche
Verbesserung dieser Situation an: Man muß die Sache nur glaubwürdig
darstellen. Ein wesentlicher Einflussfaktor ist hier, eine Beschwerde
so klar und unmissverständlich zu formulieren, daß die Antwort
transparent bewertet werden kann. Eine wesentliche Bewertungshilfe
bietet hier die Modellierung der Ausweich- und Vertuschungsmethoden an.
Die Klarheit der Beschwerdeformulierung wird durch eine vorherige
Betrachtung dieser Modelle positiv beeinflusst.

FRR 001 "Stonewalling" (Blockieren)

"Stonewalling"
bedeutet die Verweigerung der Prüfung überhaupt. Im strengsten Sinne
des Wortes reden wir daher nicht über die Vortäuschung einer Prüfung,
sondern über das Ausweichen vor der Prüfungspflicht in ihrer
primitivsten Form. Dies kann schriftlich erfolgen oder aber durch die
Vorenthaltung jeglicher Antwort auf eine Beschwerde. Die "Abservierung"
des Beschwerdeführers kann manchmal aber auch telefonisch erfolgen,
damit im Falle der Weiterführung auf höheren Ebenen immer noch auf eine
mündliche Antwort hingewiesen werden kann.

Das Verbieten oder
die Sabotage von behördlichen Ermittlungen durch Eingriff der Politiker
gehört auch zum "Stonewalling". Solche Aktionen werden außerhalb
Deutschlands (meistens unter der englischen Überschrift "Perversion of
Justice" oder "Obstruction of Justice") schwer bestraft. Grundsätzlich
sind solche Delikte auch in Deutschland nach mehreren Vorschriften, z.
B. als Strafvereitelung strafbar. Der Heapismus sorgt aber weiterhin
dafür, daß diese Art Kriminalität wirkungsvoll gedeckt wird.

FRR 002 "Pollution" (Verunreinigung oder Themenersatz)

Der
Gegenstand einer Beschwerde (die auch eine Strafanzeige sein kann) wird
nicht behandelt. Statt dessen werden irrelevante Aspekte behandelt oder
ein erfundenes Ersatzthema (Aliud) eingeführt und nur dieses
angesprochen, vgl. die schon im Altertum von den Rhetoren
(Rechtslehrern, Rednern pp.) gelehrte ignoratio elenchi (Verkennung des
Streitpunkts). Diese Methode führt zum Ergebnis, dass der Beschwerde
"keine Folge gegeben werden kann." Der Vorgang wird auch aktenkundig
gemacht.

Der mittels Themenersatz hergestellte Anschein der
Korrektheit ermöglicht es den höheren Stellen, auf eine bereits
abgeschlossene Prüfung hinzuweisen, deren Ergebnissen sie "sich
anschließen können."


FRR 003 "Partial Treatment" ( Teilbehandlung )

Die
Teilbehandlung ist beinah selbsterklärend. Es besteht aus der
Behandlung der (für die Behörde) harmlosesten Teilmenge einer
Beschwerde. Es empfiehlt sich, Beschwerden möglichst kurz und frei von
Nebenthemen zu halten.

FRR 004 "Bulking" ( Pauschalisierung )

Pauschalisierung
besteht aus der Zusammenfassung von zwei oder mehr Beschwerden und die
Beantwortung gemäß FRR 001 bis FRR 002. Es empfiehlt sich, falls
möglich, nur eine Beschwerde auf einmal einzureichen.

FRR 005 "Eager Beaver" ("Emsiger Biber" - Der Scheinaktivist)

"Eager
Beaver" bedeutet die Herstellung einer umfangreichen Scheinarbeit. Hier
wird die "Gründlichkeit" eher am Kilogramm-mal-Zeit-Wert, nicht aber an
der Inhaltsqualität gemessen. Das Ziel heißt schlicht, möglichst keine
brauchbaren Ergebnisse zu liefern.

Das Phänomen kommt häufig in
Verfahrensakten vor. Mehrfache Bände, vollgestopft mit irrelevantem
Material, werden als Untersuchungsergebnis geliefert. Sogar
Zeitungsartikel zu nicht verwandten Themen finden häufig in den Akten
ihren Platz. Die Sammlung von solchem Ballastmaterial wird meistens
nicht korrekt protokolliert. Genausowenig findet man Hinweise, ob die
Aktenunterlagen überhaupt einer Bewertung unterzogen wurden oder nicht.


Solche Prüfungen führen zwangsläufig zu keinen korrekten Ergebnissen.

FRR 008 "False Attorney" (Falscher Anwalt)

"False
Attorney" ist meistens in den Begründungen der ausbleibenden Aufnahme
oder Einstellung von rechtlichen Schritten gegen Straftäter zu finden.
Dieses Modell kann aber auch in anderen Vorgängen, wie z.B.
Verwaltungsverfahren vorkommen.
Der "False Attorney" erzeugt
pseudojuristische Scheinargumentationen für seine Unterlassungen, die
auf höherer Ebene gestützt werden. Der Täter nimmt die mögliche
Bloßstellung durch das übrige Kollegium in Kauf.

Der Nachweis
für "False Attorney" mag schwer zu erbringen sein. Hinweise findet man
womöglich in der Ausführung ohne Erklärung von Rechtsparagraphen. Dies
sollte bei der nächsthöheren Beschwerdeinstanz beanstandet werden.

FRR 009 "False Portia" (Die falsche Portia)

"False
Portia" bedeutet eine Schutzmaßnahme für überführte Täter. Falls andere
Methoden des FR nicht eingesetzt werden können, bekommt der Überführte
eine unangemessen milde Strafe, um die Korrektheit des Vorgangs
vorzutäuschen. Falls dies im Rahmen eines Verfahrens erfolgt, reden wir
von Rechtsbeugung.

FRR 020 "Hillsborough Holidays" (Entfernen von Verantwortlichen)

Im
Rahmen der Tragödie von Hillsborough konnten die Verantwortlichen der
Gerechtigkeit durch Frühpensionierung entkommen. Obwohl in solchen
Affären das Entfernen der Hauptfiguren sie nicht vor späteren
strafrechtlichen Konsequenzen schützen kann, wird die Verfolgung in der
Praxis erschwert. Das Erscheinen der Täter vor
Untersuchungskommissionen oder disziplinaren Verhandlungen wird im
wesentlichen verhindert. Dies erschwert in der Reihenfolge die
strafrechtliche Klärung und/oder zivilrechtliche Wiedergutmachung.

FRR 021 "Karl-Otto" (Die eigene Unfähigkeit als Ausrede)

Um
vermutlich sicherzugehen, dass eine Prüfung zu nichts führt, wird als
Verlegenheitslösung die eigene Unfähigkeit zugegeben und als Ausrede
verwendet, eine Prüfung nicht durchzuführen. Grundsätzlich bedeutet
dieses Modell für die FR-Täter eine erhebliche Blamage in der
Öffentlichkeit, welche sie wohl bei den brisanteren Sachen als
kleineres Übel in Kauf nehmen.

FRR 022 "Wickers Post" ( Die Weitergabe von Beschwerdebriefen )

"Wickers
Post" bedeutet die Weitergabe eines Beschwerdebriefes an die Täter, um
eine Gegenanzeige wegen falscher Verdächtigung oder übler Nachrede
gegen den Beschwerdeführer herbeizuführen. Dies bedeutet einen Verstoß
gegen die Datenschutzbestimmungen, was effektiv verhindert werden kann,
indem man dies im Beschwerdeschreiben dies ausdrücklich untersagt.

1.5. Richterliche Servilität (Heap-Syndrom)

Im
LLAM (low level abuse model = Mobbing) findet sich eine Zusammenfassung
des "Heap-Syndroms". Es bedeutet etwa Unterwürfigkeit gegenüber aktiven
Strukturen, z. B. Banken oder Politik, in größerem oder kleinerem
Ausmaß. Dazu gehören der „vorauseilende Gehorsam" und die aktive oder
passive Beteiligung an den Strukturen. Soweit man abschätzen kann,
gehören etwa 5% der Richter aktiv und etwa 60% - 70% passiv zu den
Strukturen. Die passive Kategorie leistet ihre Dienste "altruistisch"
bis selbstaufopfernd für die "stärkere" Seite. Da das Heap-Syndrom
nicht nur in der Justiz verbreitet ist, bilden die Befallenen die
notwendige kritische Masse für eine Diktatur.




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